Fisch sollte auf unserem Speiseplan nicht fehlen, da er unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Ernährungswissenschaftler empfehlen, 1-2 mal die Woche Fisch zu essen.

Foto: Windrose / Pixelio.de
Die wichtigsten Nährstoffe sind:
hochwertige, leicht verdauliche Proteine (Eiweiß)
Mineralstoffe wie Jod (sehr wichtig, unter anderem, für die Schilddrüse)
Omega-3 Fettsäuren, die dem Gehirn, dem Immunsystem und dem Herz sehr gut tun
Nur, können wir als umweltbewußte Bürger überhaupt noch mit gutem Gewissen Fisch zu uns nehmen? Oder machen wir uns mitschuldig an der Zerstörung der Ozeane, weil skrupellose Firmen und Politiker die Überfischung gnadenlos vorantreiben, orientiert an schnellem Gewinn und nicht an Nachhaltigkeit.
Ein gutes Beispiel, wohin die Gier führen kann! Denn so kann man auf Dauer ja auch keine weiteren Gewinne einfahren.
Mit offenen Augen wird der Ast abgesägt, auf dem sie sitzen (und unserer und der unserer Nachfahren gleich mit).
Herzlichen Glückwunsch!
Allein der “Beifang”, (Meeresbewohner, die mitgefangen werden, obwohl sie nicht vermarktet werden sollen) macht zum Teil mehr als die Hälfte des Fangs aus und wird oft einfach halbtot zurück ins Meer gekippt.
Wir als Verbraucher haben es in der Hand ! Denn wenn wir diese skrupellosen Machenschaften nicht länger finanzieren, werden sie von ganz alleine aufhören.
Deswegen mein Rat:
verzichten Sie nicht auf Fisch, aber kaufen Sie bewusst nur ein, was unbedenklich ist.
Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, ob eins der folgenden Gütesiegel vorhanden ist:

Naturland Aquakultur: Vergeben wird dieses Gütesiegel vom Verband für ökologischen Landbau e.V., dessen Richtlinien zum Teil über die der EG-Öko-Verordnung hinaus gehen.
Die Richtlinien für ökologische Aquakultur wurden 2007 aufgestellt, und stehen für nachhaltige Fischerei. Zugrunde liegen ökologische, ökonomische und soziale Kriterien.
In folgenden Punkten sind die Naturland Aquakultur Richtlinien strenger als die der EG-Öko-Verordnung:
- Besatzdichten (in derZucht) für viele Fische und Shrimpsarten sind geringer
- gefährliche Chemikalien wie beispw. zur Verarbeitung und Konservierung, oder auch zur Imprägnierung von Netzgehegen, sind verboten
- Einhaltung von Sozialrichtlinien wie angemessene Arbeits- und Lebensbedingungen
- Verbot von Grundschleppnetzen auf strukturreichen Meeresböden
- Verbot von Praktiken, die zur Zerstörung der Korallenriffe führen
- spezifische Vorschriften für Fanggeräte
- spezifische Vorschriften für Fisch-Mindestgrößen
- Sicherheitsmaßnahmen für die Fischer
- u.v.a.
Gütesiegel MSC (Marine Stewardship Council)Dieses Siegel garantiert, dass nicht mehr Fische gefangen werden, als es die Umweltverträglichkeit für unsere Ozeane zuläßt.
- Keine Überfischung der Bestände
- Bei bestehender Überfischung muss die Fischerei nachweislich zur Erholung führen
- die Auswirkungen auf das Ökosystem müssen minimiert werden; dazu gehört nicht nur der Bestand der befischten Art, sondern auch das Ökosystem, wie seine natürliche Struktur,Vielfalt, Produktivität und Funktionen des Ökosystems, müssen aufrechterhalten werden
- Die natürlichen Beziehungen zwischen den Arten und deren Nahrungsketten dürfen nicht gefährdet werden
- Die zertifizierten Fischereien müssen gewährleisten, dass sie die nachhaltige Nutzung der Ressourcen, lokale, nationale und internationale Gesetze und Richtlinien einhalten. Darüber hinaus müssen sie bei Veränderung der Rahmenbedingungen (bspw. Bestandsschwankungen) umgehend reagieren.



















Hallo
Sehr guter Artikel. Mir fehlt jedoch die andere Seite, die der “bösen” Fischer, welche zu solchen Missbräuchen durch die Industrie und unsere dilletantischen Konsumgewohnheiten genötigt werden: Es stehen Existenzen auf dem Spiel, meist ohne jegliche Perspektive. Die Politik in den betroffenen Ländern unternimmt deshalb nichts, weil zur Gänze finanzierbare wirtschaftliche Alternativen fehlen.
Gruss
Dieter
Hallo Dieter,
vielen Dank für Deinen Kommentar.
Ja, Du hast Recht, ich sehe das ganz ähnlich. Das Thema ist sehr komplex und wir müssen für Alternativen sorgen. Es ist ein globales Thema, also muss es auch global angegangen werden. Nur im Miteinander haben wir eine Chance. Aber erklär das mal den Politikern, mit ihrem meist viel zu kleinem Horizont. Das müssen wir unbedingt in den Griff bekommen und ich bin überzeugt, dass wir das auch schaffen. Denn auch die Politiker sind von uns abhängig, auch wenn Sie das noch nicht einsehen wollen. Wir haben sowohl als Wähler, als auch als Verbraucher die Macht, es ihnen beizubringen.
Gruß
Joana